Mit 680 PS und einem hochmodernen Hybridantrieb schlägt Bentley ein neues Kapitel seiner Grand-Touring-Geschichte auf und vereint kompromisslose Performance mit britischer Eleganz.
Wenn die Ingenieure in Crewe ein neues Kapitel der Continental-Saga aufschlagen, geht es selten nur um bloße Zahlen – auch wenn diese im Fall des neuen Continental GT S und seines offenen Pendants GTC S schlichtweg atemberaubend sind. Was hier auf den Asphalt rollt, ist nichts weniger als die bisher kraftvollste Interpretation des „S“-Emblems, eine Symbiose aus roher Gewalt und technischer Finesse. Wer den Startknopf drückt, weckt einen High-Performance-Hybridantrieb, der mit 680 PS und einem massiven Drehmoment von 930 Nm selbst den legendären W12-Motor der Vorgängergeneration in den Schatten stellt. In nur 3,5 Sekunden katapultiert das System den Luxusliner aus dem Stand auf Landstraßentempo, während der 4,0-Liter-V8-Motor durch die Sportauspuffanlage seinen charakteristischen, tiefen Crossplane-Beat in die Welt hinausposaunt. Es ist ein mechanisches Konzert, das unmissverständlich klarmacht: Dieser Bentley will nicht nur chauffiert, sondern aktiv gefahren werden.
Dabei verbirgt sich unter der muskulösen Hülle weit mehr als nur ein kräftiges Herz. Inspiriert vom limitierten Supersports, haben die Briten dem GT S ein Technikpaket spendiert, das bisher dem Topmodell Speed vorbehalten war. Das Bentley Performance Active Chassis sorgt dafür, dass sich der Wagen trotz seiner beeindruckenden Präsenz mit einer Agilität durch Kurven zirkeln lässt, die man einem Grand Tourer kaum zutrauen würde. Allradlenkung, ein elektronisches Sperrdifferenzial und das aktive 48V-Wankstabilisierungssystem arbeiten im Hintergrund zusammen, um die Grenzen der Physik scheinbar ein Stück weit zu verschieben. Der Fahrer hat dabei die Wahl: Während das ESC im Standardmodus jede Unsicherheit im Keim erstickt, erlaubt der Dynamic-Modus ein kontrolliertes Spiel mit dem Heck, das Puristen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wer es ganz radikal mag, schaltet die elektronischen Helfer komplett ab und dirigiert das Kraftpaket allein über das Gaspedal.
Optisch macht der Continental GT S keinen Hehl aus seinen Ambitionen. Die Blackline-Spezifikation ersetzt glänzenden Chrom durch düsteres Schwarz, was dem Wagen eine entschlossene, fast schon bedrohliche Haltung verleiht. Vom glänzend schwarzen Matrix-Grill bis hin zu den markanten 22-Zoll-Zehnspeichenrädern wirkt alles wie aus einem Guss. Selbst die Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer sind dunkel getönt, um den sportlichen Charakter zu unterstreichen. Dieser rote Faden zieht sich bis in das Interieur, das eine ganz eigene Identität besitzt. Hier treffen edles Piano Black und griffiges Dinamica-Gewebe auf eine einzigartige zweifarbige Polsterung, die den Fokus klar auf den Piloten legt. Dass dieser Bolide trotz seiner Rennstrecken-Gene auch flüstern kann, beweist er im reinen Elektrobetrieb, in dem er bis zu 80 Kilometer lautlos durch die Stadt gleitet. Es ist genau dieser Spagat zwischen ökologischem Zeitgeist und ungezügelter Leidenschaft, der den neuen GT S zu einem einzigartigen Statement in der Welt des Automobilbaus macht.











































