Mit dem neuen 280 PS starken Abarth 600e Competizione katapultiert die Traditionsmarke ihre Rennsport-DNA endgültig in das Zeitalter der Elektromobilität.

Es ist dieses typische Prickeln, das man spürt, bevor man den Fuß auf das Pedal setzt – nur dass dieses Mal kein heiseres Röhren aus dem Auspuff die Stille durchbricht. In Wien wurde nun der Vorhang für eine neue Ära gelüftet, die beweist, dass Emotionen keine Oktanzahl benötigen. Der Abarth 600e Competizione betritt die Bühne und macht sofort klar, dass er nicht gekommen ist, um leise im Strom mitzuschwimmen. Mit beeindruckenden 207 kW, was satten 280 Pferdestärken entspricht, krönt er das neue Modelljahr und setzt ein Ausrufezeichen hinter das Versprechen von Firmengründer Carlo Abarth, gewöhnliche Fahrzeuge in außergewöhnliche Performance-Maschinen zu verwandeln.

Foto: © Abarth

Der erste Blickkontakt ist intensiv. In giftigem Acid Grün oder feurigem Shock Orange, kontrastiert durch ein markantes schwarzes Dach, duckt sich der Wagen förmlich auf den Asphalt. Die muskulöse Silhouette und die aerodynamischen Finessen lassen keinen Zweifel daran, dass hier die Funktion der Form folgte. Wer die Tür öffnet, wird von einer Welt aus hochwertigem Alcantara empfangen. Die Sabelt-Racing-Sitze umschließen Fahrer und Beifahrer wie ein Maßanzug und signalisieren sofort: Das hier ist kein gewöhnlicher Kompaktwagen für den Wocheneinkauf, sondern ein Arbeitsplatz für Enthusiasten.

Foto: © Abarth

Die technische Basis liefert die Perfo-eCMP-Plattform der Stellantis-Gruppe, doch die Ingenieure haben tief in die Trickkiste des Rennsports gegriffen. Ein mechanisches, selbstsperrendes Differential sorgt dafür, dass die gewaltige Kraft der Elektromotoren nicht in Rauch aufgeht, sondern in gnadenlosen Vortrieb verwandelt wird. In nur 5,9 Sekunden schnellt die Tachonadel auf die 100-km/h-Marke, begleitet von der Verzögerungsgewalt einer Sportbremsanlage mit massiven Monoblock-Bremssätteln. Es ist diese Kombination aus roher Gewalt und präziser Kontrolle, die den Competizione vom ebenfalls erhältlichen, 240 PS starken Basismodell Turismo abhebt, der mit 6,2 Sekunden für den Sprint kaum weniger ambitioniert antritt.

Foto: © Abarth

Während der Turismo ab 41.650 Euro den sportlichen Alltag elektrisiert, markiert der Competizione für 45.650 Euro die neue Speerspitze für all jene, die keine Kompromisse eingehen wollen. Das Erbe des Skorpions ist im digitalen Zeitalter angekommen – schneller, schärfer und kompromissloser als je zuvor. Ab sofort sind die Bestellbücher geöffnet, und man darf gespannt sein, wie viel Staub dieser lautlose Jäger auf den Straßen aufwirbeln wird.