Jeep lud am 30. Jänner 2026 zur Pressekonferenz und machte dabei klar: Die Marke ist Teil des Stellantis-Konzerns, stets aber in Haltung, Technik und Auftreten eigenständig – mit klaren Werten, starker Identität und einem unverwechselbaren Charakter, der auch im elektrischen Zeitalter trägt.

Vor zahlreichen Medienvertretern präsentierte Jeep seine aktuelle Modellstrategie und spannte dabei den Bogen vom kompakten SUV bis zum neuen elektrischen Oberklasse-Flaggschiff. Als Gastgeber traten Florian Ferstl, Österreich-Chef von Jeep, sowie der für Europa Markenverantwortliche Fabio Catone aus Italien auf. Beide betonten, dass Jeep innerhalb von Stellantis eine wesentliche Rolle einnehme: als emotional aufgeladene SUV-Marke mit klarer DNA, echter technischer Eigenständigkeit und jahrzehntelanger Offroad-Kompetenz. Jeep stehe für Leidenschaft, Freiheit, Abenteuer und Unabhängigkeit – Werte, die nun konsequent in eine elektrifizierte Zukunft übersetzt würden.

Zahlen und Fakten untermauerten diese Ausrichtung. Der Anteil elektrifizierter Modelle habe zuletzt deutlich zugelegt, Hybrid- und Elektroantriebe hätten sich zu tragenden Säulen im europäischen Portfolio entwickelt. Gleichzeitig wurde betont, dass Elektrifizierung bei Jeep kein Selbstzweck sei, sondern Mittel zum Zweck: mehr Effizienz, mehr Leistung und mehr Alltagstauglichkeit, ohne den charakteristischen Jeep-Anspruch aufzugeben.

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Eine zentrale Rolle nahm der neue Jeep Compass ein. Das kompakte SUV wurde als eine der wichtigsten Säulen für Europa positioniert. Optisch trat der Compass markanter und erwachsener auf, mit klarer Linienführung und hochwertigerem Gesamteindruck. Technisch setzt das Modell auf mehrere elektrifizierte Antriebsvarianten. Sowohl die vollelektrische Version als auch die Hybrid-Ausführung standen vor Ort für Probefahrten bereit – wir entschieden uns bewusst für den Hybrid.

Der von uns gefahrene Compass Benzin Mild-Hybrid kombiniert einen Benziner mit elektrischer Unterstützung und stellt 107 kW (145 PS) Systemleistung bereit. Er ist klar auf Effizienz und Komfort ausgelegt, ermöglicht kurze elektrische Fahranteile und überzeugt durch ein sehr harmonisches Ansprechverhalten. Ergänzt wird das Angebot durch eine vollelektrische Variante mit 157 kW (213 PS), die den Compass erstmals als reines E-SUV positioniert. Ein digitales Cockpit, ein groß dimensionierter Touchscreen sowie moderne Assistenzsysteme prägen das Interieur und unterstreichen den technologischen Anspruch.

Auf der kurzen Ausfahrt rund um den Cobenzl zeigte sich der e-Hybrid-Compass von seiner angenehmen Seite. Der Antrieb arbeitete leise und kultiviert, besonders beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten. Das Fahrwerk war komfortbetont abgestimmt, ohne in Kurven an Stabilität zu verlieren, die Lenkung wirkte präzise und unaufgeregt. Insgesamt vermittelte der Compass ein sehr ausgewogenes, entspanntes Fahrgefühl und bestätigte seinen Anspruch als vielseitiger Alltags-SUV.

Für das emotionale Ausrufezeichen sorgte der neue Jeep Wagoneer S. Er wurde als neues elektrisches Flaggschiff vorgestellt und markiert das leistungsstärkste Serienmodell der Marke. Zwei Elektromotoren sorgen für permanenten Allradantrieb, die Systemleistung beträgt 447 kW (600 PS), der Sprint auf 100 km/h gelingt in rund 3,5 Sekunden. Eine Hochvoltbatterie mit rund 100 kWh Kapazität bildet die Basis für hohe Reichweiten, während luxuriöse Materialien, mehrere Displays und modernste Assistenzsysteme den Oberklasse-Anspruch unterstreichen.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie Jeep seine Eigenständigkeit innerhalb des Konzerns lebt: mit klaren Werten, breitem Portfolio und dem Anspruch, auch elektrisch unverkennbar Jeep zu bleiben.

Fotos: © slz